Dienstag, 23. Juni 2020

Erstmal langsam anfangen

Gestern, am Montag den 22.06.2020, haben wir das erste Mal, nach einer langen durch das Covid-19 Virus bedingten Pause, einen Dienstabend veranstaltet.

Mit genügend Abstand untereinander haben wir in mehreren Kleingruppen den Einsatzleitwagen, die beiden Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge und unser Löschgruppenfahrzeug besetzt und unter anderem über die Bedienung der Pumpen und Wasserwerfer gesprochen. Unser Hauptziel dabei war nicht eine bis ins Detail geplante Ausbildung, sondern die Beschäftigung mit feuerwehrtechnischem Gerät sowie verschiedene Funktionstests einiger Werkzeuge. So wurde ersteinmal ein Standrohr gesetzt, um die Fahrzeuge mit Wasser zu versorgen. Anschließend wurden Schläuche verlegt und die Wasserwerfer in Betrieb genommen. Unter Einbehalt der Abstandsregeln nahmen wir Hydraulikaggregate, Motorsägen und Lüfter ebenfalls mal wieder probeweise in Betrieb. Auch die privaten Gespräche unteinander, welche in den letzten Monaten natürlich ebenfalls zu kurz kamen, fanden zur Freude aller wieder im kleinen Rahmen statt.

Wasser Marsch! Die Pumpen wurden mit allen Abgängen einmal gespühlt.
Nun stehen bald die Sommerferien an und der regelmäßige Dienstbetrieb wird vorrausichtlich nach den Ferien wieder aufgenommen. Bis dahin sind wir natürlich trotz allem jederzeit einsatzbereit.

Freitag, 15. Mai 2020

Neues online Interview!

 

Name: Henning Paarmann
Alter: 51
Beruf: Verwaltungsfachangestellter
Feuerwehr: Weddingstedt
Gruppe: 1
Dienstgrad: Brandmeister

Wie bist du zur Feuerwehr gekommen?
Ich war schon einige Jahre im Katastrophenschutz tätig und fand mich irgendwann in der Technischen Einsatzleitung (TEL) wieder. Nach einiger Zeit war mir das dann einfach etwas peinlich, als einziges Teammitglied, kein Feuerwehrangehöriger zu sein. Also trat ich ein.

Was ist für dich das Besondere an der Feuerwehr?
Tradition und moderne Technik und Methoden sind in der Feuerwehr kein Widerspruch. Für jeden und jede gibt es eine Aufgabe. Man kann so viel oder so wenig von sich einbringen, wie man möchte. Es ist ein großartiges Gefühl dazu zu gehören!

Hast du besondere Aufgaben in deiner Wehr, oder eine Funktion?
Nein. Ich unterstütze unseren Funkwart und helfe bei der Organisation der Amtsführungsstelle für Flächenlagen.

Was möchtest du als nächstes erreichen? Ich möchte mich noch stärker im Bereich der Führungskräfte-Ausbildung engagieren. Es gibt so viele talentierte Menschen in der Feuerwehr. Und deren Stärken möchte ich gerne helfen zu finden und zu fördern.

Hast du schon spezielle Lehrgänge besucht? Ich hatte Glück und konnte wegen meiner Verwendung in der TEL in relativ kurzer Zeit alle Führungslehrgänge bis hin zur Verbandsführung machen. Dazu kommen Maschinist, Technische Hilfeleistung und einige Katastrophenschutzlehrgänge.

Welcher Lehrgang hat dir bisher am besten gefallen? 
Eindeutig der Gruppenführungs-Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee! Sehr interessant, sehr intensiv. Es hat einfach großen Spaß gemacht, mal so richtig gefordert zu werden und das alles mit überwiegend vollkommen fremden Kameradinnen und Kameraden aus ganz Schleswig-Holstein gemeinsam zu erleben.

Welchen Lehrgang möchtest du als nächstes besuchen? Es gibt ein paar Fortbildungslehrgänge für Führungskräfte, die mich interessieren und der Lehrgang für Einsatzleiter (S3) in örtlichen Großschadenslagen.

Was war bisher dein größtes Feuerwehrerlebnis? Der Großbrand der Sporthalle in Heide. Dort war ich als Mitglied der TEL im Einsatz und konnte hautnah miterleben, wie Feuerwehr in ganz großem Maßstab funktioniert. Das hat mich sehr beeindruckt.

Engagierst du dich auch noch in anderen Organisationen oder Vereinen? Ich bin Mitglied der TEL und engagiere mich als Fachwart für die Fortbildung von Führungskräften im Kreisfeuerwehrverband.

Was würdest du bei der Feuerwehr ändern, wenn du das einfach allein bestimmen könntest?Zum Glück funktioniert die Feuerwehr nicht so. Manchmal bin ich allerdings etwas ungeduldig, wenn Planungen, Regelungen oder Absprachen etwas länger dauern. Da würde ich ab und zu schon gerne mal…. Aber dafür sind wir alle ehrenamtlich und in unserer Freizeit da. Da bricht man nichts übers Knie und vieles will auch gut überlegt sein. Ich muss eben Geduld üben.

Für das nächste Interview nominiere ich: Meinen Gruppenführer Kevin Klotz

Freitag, 31. Januar 2020

Neue AT-Geräte und eine neue TS



Die im Bild getragenen Uniformen werden natürlich nicht im Einsatzdienst verwendet. Es handelte sich hier lediglich um einen spontanen Test unserer neuen Atemschutzgeräte nach der Jahreshauptversammlung unserer Jugendfeuerwehr am Samstag den 11.01.2020.

Dabei blieb unseren Trägern festzustellen, die neuen Geräte haben einige Verbesserungen! Neben den leichteren 6,8 Liter 300 Bar Compositeflaschen, von denen nur noch eine, anstelle von zwei Stahlflaschen benötigt wird, verfügen unsere neuen Atemschutzgeräte über eine Bauweise, welche sich einfacher reinigen lässt. Dadurch verbessern wir uns im Thema Hygiene. Zusätzlich können in Notfällen beide Atemschutzgeräte miteinander verbunden werden, um sich die Atemluft sozusagen zu teilen. Zu den neuen Atemschutzgeräten gibt es auch neue Atemschutzmasken. Diese verfügen anstelle von fünf Gurten zum zu ziehen nur noch vier, wobei der Gurt oben auf dem Kopf durch ein Netz ersetzt wurde. Aufgrund dessen wird der Druck direkt auf den Kopf des Trägers vermindert. Außerdem kann an jeder Maske eine Sprechfunkgarnitur, die aus einem Lautsprecher und einem Mikrofon besteht, einfach befestigt werden. Die Sprechfunkgarnitur lässt sich dabei problemlos, mit dem Handmikrofon des Funkgerätes, per Kabel verbinden. Somit kann der Atemschutzträger die Sprechtaste am Handmikrofon drücken, muss sich dieses aber nicht mehr vor sein Gesicht halten, da sich dort bereits ein Mikrofon befindet. Durch den Lautsprecher direkt an der Maske können gegebene Funksprüche leichter gehört und verstanden werden. Vorausgesetzt das Funkgerät ist dementsprechend eingestellt. die richtige Einstellung zu finden war ein Teil des Tests und wird wahrscheinlich noch etwas Geduld und einige Versuche in Anspruch nehmen. So haben wir nach einigen Minuten ausprobieren und Einstellen drei wichtige Fakten festgestellt. Die neuen Geräte sind um einiges leichter, die Reinigung ist einfacher und der Funkverkehr wird erleichtert. In den nächsten Jahren werden wir komplett von unseren derzeitigen Geräten auf die neue Art wechseln. Bevor wir die Geräte im Einsatz verwenden werden unsere AT-Träger noch auf die neuen Geräte eingewiesen und werden mehrmals damit trainieren. Damit hatten wir gleich am ersten Dienstabend am vergangenen Montag (27.01.2020) begonnen. Unsere Atemschutzgerätewarte zeigten allen anwesenden Kameraden und Kameradinnen, wie einem Atemschutzgeräteträger beim Anlegen des Gerätes zu helfen ist und stellten die neuen Geräte vor. 

Zusätzlich testeten wir am vergangenen Montag unsere neue Tragkraftspritze des Löschfahrzeuges 8/6. Diese Pumpe kann durch ihre Moderne Technik um einiges einfacher bedient werden. Zusätzlich besitzt die Pumpe die Fähigkeit, den Löschwasserdruck an den angeschlossenen Armaturen konstant zu halten. Außerdem sprachen wir über die richtige Bedienung der Pumpe, sodass diese im Einsatzfall verwendet werden kann.