Interviews

An dieser Stelle möchten wir die Aktiven zu Wort kommen lassen.
Wir haben daher angefangen, einzelne Kameraden und Kammeradinnen zu interviewen.
Wir stellten ihnen dabei ein paar Fragen zu ihrem Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr.

2020: Aufgrund der aktuellen Lage führen wir die Interviews nun Online durch


Online Interviews

 

Name: Henning Paarmann
Alter: 51
Beruf: Verwaltungsfachangestellter
Feuerwehr: Weddingstedt
Gruppe: 1
Dienstgrad: Brandmeister

Wie bist du zur Feuerwehr gekommen?
Ich war schon einige Jahre im Katastrophenschutz tätig und fand mich irgendwann in der Technischen Einsatzleitung (TEL) wieder. Nach einiger Zeit war mir das dann einfach etwas peinlich, als einziges Teammitglied, kein Feuerwehrangehöriger zu sein. Also trat ich ein.

Was ist für dich das Besondere an der Feuerwehr?
Tradition und moderne Technik und Methoden sind in der Feuerwehr kein Widerspruch. Für jeden und jede gibt es eine Aufgabe. Man kann so viel oder so wenig von sich einbringen, wie man möchte. Es ist ein großartiges Gefühl dazu zu gehören!

Hast du besondere Aufgaben in deiner Wehr, oder eine Funktion?
Nein. Ich unterstütze unseren Funkwart und helfe bei der Organisation der Amtsführungsstelle für Flächenlagen.

Was möchtest du als nächstes erreichen?
Ich möchte mich noch stärker im Bereich der Führungskräfte-Ausbildung engagieren. Es gibt so viele talentierte Menschen in der Feuerwehr. Und deren Stärken möchte ich gerne helfen zu finden und zu fördern.

Hast du schon spezielle Lehrgänge besucht?
Ich hatte Glück und konnte wegen meiner Verwendung in der TEL in relativ kurzer Zeit alle Führungslehrgänge bis hin zur Verbandsführung machen. Dazu kommen Maschinist, Technische Hilfeleistung und einige Katastrophenschutzlehrgänge.

Welcher Lehrgang hat dir bisher am besten gefallen? 
Eindeutig der Gruppenführungs-Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee! Sehr interessant, sehr intensiv. Es hat einfach großen Spaß gemacht, mal so richtig gefordert zu werden und das alles mit überwiegend vollkommen fremden Kameradinnen und Kameraden aus ganz Schleswig-Holstein gemeinsam zu erleben.

Welchen Lehrgang möchtest du als nächstes besuchen?
Es gibt ein paar Fortbildungslehrgänge für Führungskräfte, die mich interessieren und der Lehrgang für Einsatzleiter (S3) in örtlichen Großschadenslagen.

Was war bisher dein größtes Feuerwehrerlebnis?
Der Großbrand der Sporthalle in Heide. Dort war ich als Mitglied der TEL im Einsatz und konnte hautnah miterleben, wie Feuerwehr in ganz großem Maßstab funktioniert. Das hat mich sehr beeindruckt.

Engagierst du dich auch noch in anderen Organisationen oder Vereinen?
Ich bin Mitglied der TEL und engagiere mich als Fachwart für die Fortbildung von Führungskräften im Kreisfeuerwehrverband.

Was würdest du bei der Feuerwehr ändern, wenn du das einfach allein bestimmen könntest?
Zum Glück funktioniert die Feuerwehr nicht so. Manchmal bin ich allerdings etwas ungeduldig, wenn Planungen, Regelungen oder Absprachen etwas länger dauern. Da würde ich ab und zu schon gerne mal…. Aber dafür sind wir alle ehrenamtlich und in unserer Freizeit da. Da bricht man nichts übers Knie und vieles will auch gut überlegt sein. Ich muss eben Geduld üben.

Für das nächste Interview nominiere ich:
Meinen Gruppenführer Kevin Klotz


Name:  Darvin Matzick 
Alter:   20
Beruf:  Auszubildener Chemikant
Gruppe: Löschgruppe Wesseln (Gruppe 3)
Dienstgrad: Hauptfeuerwehrmann

Wie bist du zur Feuerwehr gekommen?
Mein Bruder war schon eine lange Zeit in der Jugendfeuerwehr; das hatte ich auch ein Jahr ausprobiert. Dann bin ich allerdings nicht in der Jugendfeuerwehr geblieben und erst mit 16 Jahren wieder in die aktive Feuerwehr eingetreten.

Hast du eine besondere Funktion in der Feuerwehr?
Ja, ich unterstütze als Ausbilder bei der Jugendfeuerwehr und bin am Internetmanagement/-auftritt beteiligt.

Was möchtest du als nächstes erreichen? 
Ich würde gerne den Gruppenführer-Lehrgang besuchen und unsere Internetseite weiter voranbringen.

Hast du schon spezielle Lehrgänge besucht?
Bisher habe ich einige Lehrgänge auf Kreisebene besucht, dazu gehörten der Funk-Lehrgang, der Atemschutz-Lehrgang und der Truppführer-Lehrgang.

Welcher Lehrgang hat dir bisher am besten gefallen?
Am interessantesten fand ich den Atemschutz-Lehrgang. Das erste Mal ein Atemschutzgerät zu tragen, war auf jeden Fall spannend, aber auch die theoretischen Inhalte waren hier sehr interessant.

Welchen Lehrgang möchtest du als nächstes besuchen?
Neben dem Gruppenführer-Lehrgang möchte ich auch noch den Technische-Hilfe-Lehrgang besuchen.

Engagierst du dich auch noch in anderen Vereinen? 
Nein.

Was würdest du bei deiner Feuerwehr ändern, wenn du das einfach alleine bestimmen 
könntest?
Wenn ich so nachdenke, fällt mir gar nichts ein, was ich ändern würde. Mir gefällt es gut, so wie es ist.

Was war bisher dein größtes Feuerwehrerlebnis?
Da kann ich mich gar nicht richtig entscheiden. Auf irgendeine Art und Weise sind natürlich viele Aktivitäten, wie die Ausbildung der Jugendfeuerwehr, Übungsdienste, Lehrgänge, aber auch Weihnachtsfeiern oder Kameradschaftsfeste tolle und große Erlebnisse. Kurz gesagt, es wird nie langweilig und in der Feuerwehr erlebt man immer etwas Neues.

Wen sollen wir deiner Meinung nach als nächstes aus unserer Feuerwehr interviewen?
Ich nominiere Henning Paarmann dafür.



Hauptfeuerwehrfrau Maike Reuter
Maike ist gelernte Verwaltungsfachangestellte, 34 Jahre alt und zurzeit die Dienstälteste der aktiven Feuerwehrfrauen in unserer Wehr. 
Sie gehört zur Löschgruppe Wesseln und ist seit über 10 Jahren auch Ausbilderin in der Jugendfeuerwehr.

Wann bist du in die Feuerwehr eingetreten?
Maike: „Am 05.01.2003.“

Du weißt das genaue Datum? Weißt du noch wie es dazu kam?
Maike (lacht): „Aber ganz genau! Ich wollte nämlich gar nicht in die Feuerwehr! - Mein jüngerer Bruder war damals noch in der Jugendfeuerwehr und was ich da mitbekam, interessierte mich überhaupt nicht. Mein damaliger Freund war aktiver Feuerwehrmann und eines Abends wollte ich ihn nach einer Übung im Gerätehaus abholen und kam mit einigen seiner Kameraden ins Gespräch. Das war so nett, dass ich nach zwei Stunden eintrat. Das war an einem Samstag. Ich wurde gleich am Sonntag eingekleidet und schon am Montag hatte ich meinen ersten Dienst.“

Was ist für dich das Besondere am Dienst in der Feuerwehr?
Maike: „Ich fühle mich hier einfach wohl. Es fühlt sich richtig an. Hier ist einfach, wo ich sein soll. Was wir tun, ist wichtig und ich kann meinen Teil dazu beitragen. Außerdem die Kameradschaft. Wir sind alle füreinander da.“

Welche Lehrgänge hast du bisher besucht?
Maike: „Funk, natürlich, - Atemschutz, Maschinistin, Technische Hilfeleistung und Truppführerin.“

Welche Arbeit macht dir am meisten Spaß?
Maike: „Die Arbeit mit den Kindern aber auch die Vielseitigkeit der anderen Aufgaben.“

Wie stellst du dir deinen weiteren Weg in der Feuerwehr vor?
Maike: „In den letzten Jahren war ich hauptsächlich im Führungsfahrzeug aufgehalten und gefunkt. Aber, da ich ja auch Atemschutzgeräteträgerin bin, möchte ich in nächster Zeit lieber mehr aktiv an der Einsatzstelle arbeiten und dort Verantwortung zu übernehmen.“

Was würdest Du jemandem sagen, der sich nicht sicher ist, ob er in die Feuerwehr eintreten soll?
Maike: "Ich würde ihn fragen, warum er bedenken hat.
Weiter würde ich demjenigen sagen, dass wir in der Feuerwehr jedem die Chance geben reinzuschnuppern.
Einfach vorbeikommen, angucken und die Eindrücke auf sich wirken lassen.
Und erst dann entscheiden ob eintreten oder nicht."